Das Angebot

gleich&gleich e.V. gründete 1996 das europaweit erste betreute Jugendwohnen für lesbische und schwule Jugendliche.
Der Verein wurde für die Etablierung des Hilfebedarfs für diese Zielgruppe im Jugendhilfesektor Ende 1999 von der
Bundesministerin Jugend, Familie, Frauen und Senioren mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. gleich&gleich e.V.
ist ein freier Träger der Jugendhilfe - anerkannt durch die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport sowie Mitglied
im Fachverband Betreutes Jugendwohnen e.V..

gleich&gleich e.V. bietet zur Zeit folgende Hilfen zur Erziehung für lesbische, bisexuelle, schwule und seit kurzem auch für transgender Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 15 bis 21 Jahren an:

  • 2 sozialpädagogisch betreute Jugendwohngemeinschaften (JWG nach § 34 SGB VIII) mit jeweils 4 Plätzen für schwule
    Jungen und transgender Jugendliche,
  • 8 Plätze im Betreuten Wohnen (BW nach § 34 SGB VIII) für lesbische Mädchen und junge Frauen
  • 6 Plätze im Betreuten Einzelwohnen nach § 34 SGB VIII (sonstige betreute Wohnform)
  • ambulante Hilfen nach § 30 SGB VIII (Erziehungsbeistand/Betreuungshilfe)
  • § 31 SGB VIII (sozialpädagogische Familienhilfe)
  • § 35 SGB VIII (intensive sozialpäd. Einzelbetreuung)

Im Rahmen der Hilfeplanung sind die MitarbeiterInnen verantwortlich für die Erarbeitung von Entwicklungsberichten,
der Teilnahme an Hilfekonferenzen sowie der Umsetzung der festgelegten kurz-, mittel- und langfristigen Ziele. Hierbei
stehen im Mittelpunkt die Beratung und Betreuung der Jugendlichen bei allen anfallenden Problemen und Krisensituationen - unter Berücksichtigung der häufig sehr schwierigen Lebensumstände und den komplexen Problem- und Konfliktbereichen der Jugendlichen wie Drogen-missbrauch, Beziehungsstörungen, Essstörungen, Schul- und Ausbildungsverweigerung, hohes Aggressionspotential etc. sind auch die Anforderungen an die Fachkräfte sehr hoch. Die Jugendlichen benötigen Hilfestellung bei der Bewältigung ihres Alltags: bei der Wohnungssuche, der Haushaltsführung, der Renovierung, der Ausbildungsplatzsuche, der Schulberatung oder der Schularbeitshilfe, u.a..

Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern und der Familie des Jugendlichen wird angestrebt, d.h. im Rahmen der Betreuung der Jugendlichen wird auch Elternarbeit, z.B. in Form von Beratung, angeboten, wenn dies für das gegenseitige Verständnis notwendig ist. Die Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen, Ausbildungsstätten und anderen Einrichtungen (Jugend-, Sozial- und Arbeits- ämter, Drogenberatungsstellen, AIDS-Hilfen, Ausländer-behörden, Notunterkünfte, Kriseneinrichtungen, Rechts-beratungsstellen, Beratungsstellen zur sex. Gewalt, u.a.) ist ebenso für ein funktionierendes Hilfenetzwerk wichtig.

Zur Gewährleistung einer qualitätsvollen Betreuung zählen die Wahrnehmung von vereinsinternen und externen Fortbildungsangeboten, die Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Supervisionen im Klein- und im Gesamtteam sowie die Fortführung des Qualitätsmanagements
innerhalb des Vereins.

 

Im Rahmen der Ausschreibung "Fit für Leben und Arbeit" wurde das Projekt Ende 1999 vom Bundesjugend-ministerium mit einem Innovationspreis ausgezeichnet!


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